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Hörbuch+Text

Ergonomie, Amortisationszeit und Flexibilität im Anlagenbau

Aus der Reihe:”Wie Sie die elementarsten
Fehler beim Automatisieren vermeiden”

Ergonomische Voraussetzungen für den Anlagenbau

Bei halbautomatischen Anlagen ist der Bediener immer der wichtige Teil, der am
Ende des Tages für die produzierte Stückzahl verantwortlich ist.

Machen Sie es dem Bediener so “gemütlich“ wie möglich und sorgen Sie dafür, dass
er wenig Fehler machen kann.

Stellen Sie sich immer vor, Sie selbst sollten den ganzen Tag an dieser Anlage
arbeiten und den nächsten Tag, den nächsten Tag usw.. Investieren Sie lieber in ein
gutes ergonomisches Konzept, was ein paar Euro mehr kostet, dafür jedoch den
Bediener entlastet.

Monotone Arbeiten bringen schnell Fehler mit sich, z. B. wenn der Bediener die
Anlage mit ähnlichen Teilen bestücken soll.

Schnell ist ein falsches Teil eingesetzt, was dann wiederum zu Prozessstörungen
führen kann oder ein schadhaftes Bauteil entsteht.

Abhilfemöglichkeiten können z. B. sein: Lassen Sie von der Maschinensteuerung
überwachen aus welchem Behälter der Bediener die Bauteile entnimmt oder prüfen
Sie alle Bauteile, die vom Bediener eingesetzt werden durch entsprechende
Abfragen.

Art und Weise der Möglichkeiten hängen stark von den Teilen und der hierdurch
resultierenden Bedienertätigkeit ab.

Verwendete Komponenten und Zukaufteile

Es gibt verschiedenste Philosophien was den Einkauf von Produkten und
Investitionsgütern angeht. Der Satz „im Einkauf liegt der erste Ertrag“ ist für Produkte
der Massenfertigungen sicher berechtigt und relevant, das sieht bei individuellen
Maschinen und Anlagen nicht unbedingt so aus.

Hier sollte eine Langzeitbetrachtung angesetzt werden, denn es bringt keinen
wirklichen Vorteil mit sich, wenn Sie bei der Grundinvestition z. B. 20 % einsparen,
sich in den Folgejahren der Laufzeit des Produkts jedoch entsprechend hohe
Instandhaltungskosten oder Unterhaltungskosten zeigen, die den Einkaufsvorteil weit
übersteigen.

Insofern Sie Wettbewerbskonzeptionen miteinander vergleichen, sind nicht nur der
Anlagenpreis und Ihr Pflichtenheft die Maßgabe aller Dinge, sondern auch die
Details, die mit dem Investitionsgut in Verbindung stehen. Das ist erstaunlicher Weise
häufiger der Fall als Sie vermuten, viele Produzenten sparen an der falschen Stelle
und sind über den schlechten Ertrag dann später verärgert.

Beispiel:
Ein Interessent möchte eine Servopresse anschaffen mit der z. B. kleine Muttern mit
anderen Teilen verpresst werden. Die Stückleistung der Maschine ist von Ihnen mit
60 Teilen/min. gefordert und das im Einschichtbetrieb. Die Tagesleistung liegt also bei
ca. 26 000 Teilen (bei 90%-Betrachtung), bei 220 Produktionstagen im Jahr ergibt
sich eine Stückmenge von ca. 5,2 Mio. Teilen / Jahr.

Maschinenbauer, die Ihnen die Anlage anbieten, haben jetzt zwei Möglichkeiten,
entweder sie führen die Antriebsspindel so aus, dass die errechnete Lebensdauer
nach ca. 9 Mio. Hüben erreicht ist oder sie führen die Maschine so aus, als wenn die
Anlage für sie selbst wäre.

Fremdes Geld ist immer schneller ausgegeben als das Eigene, hierfür gibt es
unendliche Beispiele. Aber zu günstig eingekauft, bedeutet auch manchmal zweimal
gekauft.

In dem hier aufgeführten Beispiel würde der Maschinenbauer die Lebensdauer so
auslegen (bei einer Garantiezeit von einem Jahr), dass er nach ca. 1,5 Jahren ein
After-Sales-Geschäft machen kann.

Das ist gut für den Maschinenbauer, aber sehr schlecht für Sie als Kunde. Insofern
Sie die Maschine für einen Zeitrahmen von z. B. 8 Jahren geplant haben, die
Amortisation nach 1,5 Jahren erledigt sein soll, wird Sie die einst um 20% günstigere
Anlage, im Verlauf der 8 Produktionsjahre wesentlich mehr kosten, als die 20%, die
Sie damals im Einkauf eingespart haben. Von dem ganzen Ärger und
Produktionsstillständen mal abgesehen.

Hätte der Maschinenbauer eine andere Variante der Antriebsspindel gewählt, würden
Sie 8 Jahre produzieren können, ohne dass die Antriebsspindel gewechselt werden
muss.

Ziehen wir die Kosten für die Instandhaltung, den Produktionsstillstand, eventuelle
Kosten für Sonderfahrten usw. zusammen, wären Sie gut beraten gewesen damals
20% größere Investitionskosten in Kauf zu nehmen.

Es macht also Sinn sich mit dem Maschinenbau über die verbauten Komponenten zu
unterhalten und auch diesen Aspekt mit in die Waagschale zu bringen.

Wir z. B. sind mittlerweile seit etlichen Jahren im Geschäft, der Anteil vom Umsatz an
Ersatzteilen und Reparaturleistungen beträgt bei uns weit unter 0,1%, was unsere
Kundschaft schätzt.

Hörbuch + Text: Zum Thema Ergonomie, Amortisationszeit und Flexibilität im Anlagenbau 1

Amortisationszeit und Flexibilität im Anlagenbau

Die gewünschte Amortisationszeit für Investitionsgüter liegt in der Regel zwischen
1-2 Jahren.

Betrachtet man hierbei ein Produkt, welches in den geplanten Stückzahlen
hergestellt wird und wofür die Automatisierung vorgesehen ist, ist die gewünschte
Amortisationszeit eventuell grenzwertig oder außerhalb des fokussierten
Zeitrahmens.

Bei näherem Betrachten ist es jedoch oft so, dass ähnliche Teile, die in kleineren
Stückzahlen laufen und für die eine automatische oder teilautomatische Fertigung
nicht sinnvoll ist, mit in das Automationskonzept eingebunden werden können.
Hierdurch wird dann wiederum die gewünschte Amortisationszeit erreicht.

Es macht also Sinn zu prüfen, ob sich Produktgruppen bilden lassen, die ähnliche
Voraussetzungen der Montage oder Fertigung haben, um somit eine flexible,
sich rechnende Basis für eine Automatisierung zu schaffen.

Es kann z. B. nützlich sein, automatische Prüfabläufe von verschiedenen
Produktionslinien in einer Prüfzelle zusammen zu fassen. Die Kombination aus
Visionssystemen, Robotern und Messtastern macht einiges möglich.

Wir haben das Know-How und helfen Ihnen bei der Realisierung Ihrer Wunschmaschine

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